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Was lange währt, .................!
(manchmal
stimmt's doch)
Und so begann das Projekt:
Nach wenigen Emails konnte ich vor ca. 1 Jahr folgende Ankündigung in
meine Site aufnehmen:
Es gibt ein internationales Forschungs-
und Entwicklungsprojekt zum Bau
eines STIRLING- Motors mit einem verbesserten
Bewegungsablauf des Verdrängers.
Dieses Projekt wurde von RICHARD
EGGE initiiert
und ist nun
auf der Basis seiner Ideen und unter seiner
Federführung angelaufen.
Da ich an dem Projekt mitarbeite, möchte
ich darauf hinweisen, daß
alle Informationen über das Projekt und
Vieles mehr
auf der Website „The
Little Engine Pages“ gezeigt werden,
das Projekt selbst ist auf der Seite "Engines
Under Development".
Während RICHARD sehr zügig an seinem Modell arbeitete, wollte ich genau
wissen, wie sich ein anderer Verdrängerantrieb voraussichtlich
auswirken wird, und begann mich mit der Theorie auseinanderzusetzen.
Und
wie das bei mir so ist, musste ich für den Modellbauer "das Rad neu
erfinden" . Das bisherige unvollständige und handgeschriebene Ergebnis ist
unter Theorie zu finden.
Gleichzeitig versuchte ich mir eine Meinung zu bilden über Größe,
anzuwendende Werkstoffe, Anordnung der Komponenten, Temperaturen, Kühlung
usw. und natürlich die Beschaffbarkeit der Materialien. (Für
eine schnellere Fertigstellung meines Motors übersandte mir Richard auch eine
Kulissenscheibe) In
dieser Phase erhielt ich von Markus VONWILLER
Unterlagen, auf denen u.a. ein stehender Heißluftmotor von O. Stenberg
abgebildet ist.
Und weil ich noch erheblich mehr Zeit für die
Theorie benötigt hätte, beschloss ich, die ursprünglich vorgesehene
Konfiguration zu verlassen und einen einfacheren Motor zu bauen, um schneller
sichtbare Ergebnisse zu erzielen.
Folgende
Kriterien: -
nur noch ein Verdränger -
liegende Anordnung -
Graphitkolben -
Verdränger aus Glas
-
Kulissenhebel (anstelle der Steuerscheibe von Richard) -
aus meiner Theorie: Verwendbares Verdrängervolumen/ Volumen Arbeitszyl. = ca.
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Graphitkolben, Verdränger aus Glas und natürlich der Kulissenhebel waren
für mich absolutes "Neuland".
Für
den Graphitkolben konnte ich kurzfristig ein verwendbares Stück aus einer
Betriebsauflösung bekommen und hatte so dieses Problem wenigstens für
diesen Motor gelöst. Der
Verdränger aus Glas machte mir große Probleme bis ich dann doch eine
hinsichtlich Befestigung und Kühlung auch mich zufriedenstellende Lösung
gefunden hatte. Damit
hatte ich wenigstens ein paar rohe aber sichtbare Testteile, die ich notfalls
als Basis für den Motor verwenden konnte.
Der Kulissenhebel erforderte von Untersuchungen über Definition bis zur
Fertigstellung meine ganze Aufmerksamkeit. Stenberg
hat ja mit seinem Hebel die Kühlung der heißen Luft verbessert, während mein
Ziel eine erhebliche Verlängerung der Heizphase darstellt, um eine bessere
(längere) Nutzung der heißen Luft zu erzielen (siehe Kulissenhebel).
Der fertige Kulissenhebel (oder vielleicht Schwinghebel?) hatte wiederum
Auswirkungen auf einige Bauteile, so beispielsweise änderte ich den
Verdrängerkolben aus Gewichtsgründen von der Glas- in eine Aluminiumhülle und
ich musste einen weiteren Kompromiss beim Hub des Arbeitskolbens schließen (
vorhandener Zylinder - Wellendurchmesser - Lager - Kurbelscheibe - praktikabler
Abstand des geschraubten Kurbelzapfens ) und daraus resultierte dann ein
Volumenverhältnis von ca. 3,5:1.
Die Herstellung der restlichen Bauteile ging zügig voran und nach der
Probemontage wollte ich es wissen!
Nach kurzem und vorsichtigem Anheizen lief der Motor auf
Anhieb !!!!! (Siehe Bild)

Nach diesem Probelauf wieder Demontage, Kürzen verschiedener Schrauben,
Verbesserung der Oberflächen, Herstellung der Grundplatte und Brenner und
erneute Montage. Damit
war mein Motor fertig und er läuft nun bei einer "Verdränger-Voreilung
von 80° mit sehr kleiner Flamme noch bei ca. 100 U/min vollständig
"ruckelfrei" und einwandfrei "rund". (Weitere
Messungen habe ich noch nicht ausgeführt). Hier der fertige Motor und noch weitere Bilder.
Zusammenfassung
Der Lauf dieses Modellmotors ist aus meiner Sicht eine adäquate Belohnung
für die Mühe, die ich mir machte und es lohnt sich auch, Literatur über
alte Heißluftmaschinen durchzusehen, ob bereits realisierte Ideen in leicht
oder stärker abgewandelter Form für die aktuelle Aufgabenstellung verwendet
werden können.
Das Thema der nicht mehr rein sinusförmigen Verdrängerantriebe werde ich
jedenfalls fortsetzen.
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