Modellmotoren  LÄNGLE 

Heißluftmotor HL-18
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               Was lange währt, .................!

           
(manchmal stimmt's doch)


Und so begann das Projekt:


Nach wenigen Emails konnte ich vor ca. 1 Jahr folgende Ankündigung in meine Site aufnehmen:

Es gibt ein internationales Forschungs- und Entwicklungsprojekt zum  Bau 
eines STIRLING- Motors mit einem verbesserten Bewegungsablauf des Verdrängers.

Dieses Projekt wurde von RICHARD EGGE initiiert und ist nun 
auf der Basis seiner Ideen und unter seiner Federführung  angelaufen. 

Da ich an dem Projekt mitarbeite, möchte ich darauf hinweisen, daß 
alle Informationen über das Projekt und Vieles mehr 
auf der Website  „The Little Engine Pages“  gezeigt werden, 
das Projekt selbst ist auf der Seite "Engines Under Development". 



Während RICHARD sehr zügig an seinem Modell arbeitete, wollte ich genau wissen, wie sich ein anderer Verdrängerantrieb  voraussichtlich auswirken wird, und begann mich mit der Theorie auseinanderzusetzen.

Und wie das bei mir so ist, musste ich für den Modellbauer "das Rad neu erfinden" . Das bisherige  unvollständige und handgeschriebene Ergebnis ist unter Theorie zu finden.

Gleichzeitig versuchte ich mir eine Meinung zu bilden über Größe, anzuwendende Werkstoffe, Anordnung der Komponenten, Temperaturen, Kühlung usw.  und natürlich die Beschaffbarkeit der Materialien.

(Für eine schnellere Fertigstellung meines Motors übersandte mir Richard auch eine Kulissenscheibe)

In dieser Phase  erhielt ich von Markus VONWILLER  Unterlagen, auf denen u.a. ein stehender Heißluftmotor von O. Stenberg abgebildet ist.


Und weil ich noch erheblich mehr  Zeit für die Theorie benötigt hätte, beschloss ich,  die ursprünglich vorgesehene Konfiguration zu verlassen und einen einfacheren Motor zu bauen, um schneller sichtbare Ergebnisse zu erzielen.

Folgende Kriterien:

 - nur noch ein Verdränger

 - liegende Anordnung

 - Graphitkolben

 - Verdränger aus Glas

 - Kulissenhebel (anstelle der Steuerscheibe von Richard)

 - aus meiner Theorie: Verwendbares Verdrängervolumen/ Volumen Arbeitszyl. = ca. 4/1


Graphitkolben, Verdränger aus Glas und natürlich der Kulissenhebel waren für mich absolutes "Neuland".

Für den Graphitkolben konnte ich kurzfristig ein verwendbares Stück aus einer Betriebsauflösung bekommen und hatte so dieses  Problem wenigstens für diesen Motor gelöst.

Der Verdränger aus Glas machte mir große Probleme bis ich dann doch eine hinsichtlich Befestigung und Kühlung auch mich zufriedenstellende Lösung gefunden hatte.

Damit hatte ich wenigstens ein paar rohe aber sichtbare Testteile, die ich notfalls als Basis für den Motor verwenden konnte.

 


Der Kulissenhebel erforderte von Untersuchungen über Definition bis zur Fertigstellung meine ganze Aufmerksamkeit.

Stenberg hat ja mit seinem Hebel die Kühlung der heißen Luft verbessert, während mein Ziel eine erhebliche Verlängerung der Heizphase darstellt, um eine bessere (längere) Nutzung der heißen Luft zu erzielen (siehe Kulissenhebel).


Der fertige Kulissenhebel (oder vielleicht Schwinghebel?) hatte wiederum Auswirkungen auf einige Bauteile, so beispielsweise änderte ich den Verdrängerkolben aus Gewichtsgründen von der Glas- in eine Aluminiumhülle und ich musste einen weiteren Kompromiss beim Hub des Arbeitskolbens schließen ( vorhandener Zylinder - Wellendurchmesser - Lager - Kurbelscheibe - praktikabler Abstand des geschraubten Kurbelzapfens ) und daraus resultierte dann ein Volumenverhältnis von ca. 3,5:1.


Die Herstellung der restlichen Bauteile ging zügig voran und nach der Probemontage wollte ich es wissen!


Nach kurzem und vorsichtigem Anheizen lief der Motor auf Anhieb !!!!! (Siehe Bild)  


      


Nach diesem Probelauf  wieder Demontage, Kürzen verschiedener Schrauben, Verbesserung der Oberflächen, Herstellung der Grundplatte und Brenner und erneute Montage.

Damit war mein Motor fertig und er läuft nun bei einer "Verdränger-Voreilung von 80°  mit sehr kleiner Flamme noch bei ca. 100 U/min vollständig "ruckelfrei" und einwandfrei "rund".

(Weitere Messungen habe ich noch nicht ausgeführt). Hier der fertige Motor und noch weitere Bilder.



Zusammenfassung


Der Lauf dieses Modellmotors ist aus meiner Sicht eine adäquate Belohnung für die Mühe, die ich mir machte und es lohnt sich auch, Literatur  über alte Heißluftmaschinen durchzusehen, ob bereits realisierte Ideen in leicht oder stärker abgewandelter Form für die aktuelle Aufgabenstellung verwendet werden können.


Das Thema der nicht mehr  rein sinusförmigen Verdrängerantriebe werde ich jedenfalls fortsetzen.   
       




 


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Stand:   14.06.2001
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